15.11.2019 – JCL-Senioren-Gruppe in Zypern

Am Freitag den 15.11. ging es für die Seniorengruppe des JCL zur nachtschlafenden Zeit auf nach Zypern. In Larnaca 11 Uhr aus dem Flugzeug gesprungen, hieß es erstmal Pullis ausziehen und kurze Hosen an. Das Wetter war uns so wohlgesonnen, dass die Temperaturen tagsüber die ganze Zeit nicht weniger als 25 Grad erreichten. Nach einem angemessenen Mittagsmahl startete das sportliche Kampfwandern zur Kirche des Propheten nach Protaras. Der Jetlag und die wenigen Möglichkeiten zum Schlaf in der Nacht konnten uns nichts anhaben, sodass wir uns im Anschluss zur Taverne aufmachten. Für uns wurden keine Mühen bei Speis und Trank gescheut. Viele landestypische Gerichte landeten auf dem Tisch und für jeden war etwas dabei. So ging der erste Tag zu Ende und wir fielen zufrieden in die Betten.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ war unser Motto. Ab in die Judo-Sachen und raus an den Strand für eine ordentliche Trainingseinheit unter der Sonne Zyperns am Mittelmeer. Uchi-komi und Nage-komi funktionieren auch im Sand und im Wasser, das können wir nun bestätigen.

Nach dem Training war das Mittelmeer eine willkommene Abkühlung. Dann zog uns der Hunger raus aus dem Wasser ran an den Grillplatz. Auch hier gab es gutes Essen und Trinken, sodass wir gestärkt waren für das Volleyballturnier am Nachmittag. Drei spannende Matches wurden ausgetragen, unterstützt von Schiedsrichter Raik und Moderator Steffen. Beim Sonnenuntergang am Stand haben wir den Tag dann ausklingen lassen.

Am nächsten Tag stand für den großen Teil der Gruppe ein Radtripp nach Famagusta auf dem Programm. Als jeder wenigstens annähernd die passende Radgröße gefunden hatte, ging es auch schon durch das etwas hügelige Gelände über die Insel. Famagusta ist eine halbe Geisterstadt. Die griechischen Bewohner der Stadt wurden während des türkisch-griechischen Konfliktes 1974 aus der Stadt vertrieben. Diverse Spuren der Kämpfe waren an den Häusern zu sehen. Mittlerweile sind die griechischen Teile umzäunt und der Natur überlassen. Durch die Ruinen gelangten wir in den bewohnten Teil der Stadt. Dieser Kontrast war beeindruckend und stimmte nachdenklich.

Nach dieser Erfahrung besuchten wir Falks zypriotischen Judoverein Judo Club Ammochostos auf unseren Drahteseln. Das gemeinsame Training für Groß und Klein lockerte die Stimmung wieder auf. Wir bedanken uns, dass wir so herzlich willkommen waren und unseren Judogeist mit zypriotischen Sportlern teilen konnten.

Der andere Teil unsere Gruppe scheute vor den Drahteseln und begab sich zur St. Andreas Kapelle. Insgesamt 12 km wurden erlaufen.

Nach diesem ereignisreichen Tag verbrachten wir den letzten Abend in einer Bar in Agia Napa bei gemütlichem Beisammensitzen und in Erinnerung schwelgend, bis wir voll mit Eindrücken in die Betten fielen.

Der letzte Tag war angebrochen und wir wieder sportlich unterwegs. Zuerst eine Strandwanderung bis in die Ortsmitte. Dort wurden wir mit einer Yogastunde überrascht. 90 min bewusstes Atmen, Bauch einziehen, Sonnengruß und Entspannungsphasen, später waren wir näher in unserer inneren Mitte angekommen. Nun war es Zeit für das Abschiedsbaden und so verließen wir die Insel mit vielen neuen Impressionen und ein paar Muskeln mehr.

An dieser Stelle wollen wir uns nochmal gesondert bei Falk Dietrich bedanken, ohne den dieses Trainingslager nicht möglich gewesen wäre. Ein weiterer Dank gilt Frank Geisler für die Organisation und die Trainerexpertise, die zum Tragen kam. So fliegt die Seniorengruppe nach ereignisreichen Tagen, schweißtreibenden Trainingseinheiten und durch die Erlebnisse gestärkten Teamgeist wieder zurück nach Leipzig.

Bericht: Eva und Lea Proft