Judo-Bundesliga: JCL-Männer starten mit Remis in Rüsselsheim

Der JC Leipzig hadert mit vergebenen Chancen zum Bundesligaauftakt gegen den JC Rüsselsheim. Aus dem 7:7-Unentschieden nehmen die Leipziger einen Punkt mit. 

Rüsselsheim. „Es tut bissl weh. Aber es ist besser als gar kein Punkt.“ So lautete das erste Fazit von Stefan Schulze. Der Teammanager des Judoclubs Leipzig haderte ebenso wie seine Kämpfer über einige vergebene Chancen zum Bundesliga-Saisonstart beim JC Rüsselsheim. Bei den unbequemen Hessen reichte es nach den 14 Kämpfen nur zu einem 7:7-Unentschieden.

Zur Pause hatte Rüsselsheim 4:3 geführt, aber schon drei seiner vier möglichen ausländischen Kämpfer eingesetzt. Auch deshalb witterten die Sachsen die Chance, den Mannschaftskampf noch zu drehen. Dies gelang zunächst. Nach zwölf Duellen stand es 7:5 für die Leipziger, doch die Gastgeber schlugen noch einmal zurück.

JC Leipzig mit drei internationalen Gaststartern

Der JCL setzte nur drei internationale Gaststarter ein – der rumänische Neuzugang Luncan Vlad gewann im 66-kg-Limit beide Kämpfe, Laszlo Szoke setzte sich in der Hinrunde in der 73-kg-Klasse durch. „Laszlo auszuwechseln war die richtige Taktik“, erklärte Schulze, dessen Team somit die Leistungsträger in den schweren Gewichtsklassen doppelt einsetzen konnten. Johannes Eberl (2) sowie Rene Kirsten und Hannes Conrad (je 1) steuerten „oben“ insgesamt vier Zähler bei.

Das Zünglein an der Waage war wie so oft das Extraleichtgewicht. Im 60-kg-Limit kämpften Kevin Müller und Florian Pachel voll auf Angriff, doch für beide reichte es in engen Duellen gegen einen starken Niederländer nicht.

Kurz vor der Abreise nach Rüsselsheim hatte Stefan Schulze unter anderem mit Bruder Roman in der 2. Bundesliga selbst auf der Tatami gestanden. Der JCL siegte im heimischen Sportforum gegen den Chemnitzer PSV sicher 11:3. Der erste Bundesliga-Heimkampf der Leipziger findet am 27. April (18 Uhr, Brüderstraße) gegen Speyer statt.

Bericht: Frank Schober