1. Bundesliga Frauen

Die Frauenbundesliga startet in Deutschland erstmals im Jahre 1991. Bis zum Jahre 2014 kämpften jeweils 9 Mannschaften in der Staffel Süd und der Staffel Nord. An einem Kampftag trafen jeweils 3 Mannschaften aufeinander. Die ersten 3 jeder Staffel begegneten sich dann zur Finalrunde, um den Deutschen Meister zu ermitteln.

Mit der Reform im Jahr 2014 wurden die Staffeln von 9 auf 6 Mannschaften reduziert und  der Kampftag-Modus der Männerbundesliga übernommen. Nicht verändert wurde die Teilnahme an der Finalrunde. Die jeweils ersten 3 treffen auch weiterhin in der Finalrunde aufeinander und kämpfen um den Deutschen Meistertitel.

An einem Kampftag treffen zwei Mannschaften aufeinander, mit sieben verschiedenen Gewichtsklassen, -48kg, -52kg, -57kg, -63kg, -70kg, -78kg und +78kg. Die Kämpferinnen werden für die einzelnen Gewichtsklassen gemeldet und am Kampftag wird das Gewicht jeder Kämpferin kontrolliert. Zulässig ist in der Bundesliga 1kg Toleranz. Nach dem  Wiegen wird die Reihenfolge der Gewichtsklassen ausgelost. Die Kapitäne und Trainer der jeweiligen Mannschaft stellen danach die Aufstellung für die ersten 7 Kämpfe, die Hinrunde,  zusammen. Nach einer Pause von ca. 30min startet dann die Rückrunde auch mit 7 Kämpfen, bei denen in 2 Gewichtsklassen die Kämpferinnen gewechselt werden müssen. Für jeden gewonnen Kampf gibt es einen Punkt, so dass bei einer Begegnung 14 Punkte möglich wären. Die Mannschaft mit den meisten Punkten hat den Kampftag gewonnen und bekommt 2 Punkte für die Tabelle. Endet die Begegnung unentschieden bekommen beide Mannschaften einen Punkt. Die erreichten Unterpunkte können am Ende der Saison entscheidend sein, 2015 fehlten uns 3 Unterpunkte zum Einzug in die Finalrunde.

Die Mannschaft

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Die Anfänge der JCL Powerfrauen

Mit Beginn der Frauen-Bundesliga startete auch die Frauenmannschaft des SC Leipzig. Mit der Gründung des Judoclub Leipzig e.V. im Oktober 1993 übernahm die Frauenmannschaft den Startplatz des SC Leipzig unter dem Trainer Jan Steiner. Durch viele Abgänge von Kämpferinnen zu anderen Vereinen zerfiel die Frauenmannschaft des JCL, so dass der Verein keine Möglichkeit mehr sah, die Frauenmannschaft des JCL weiter in der ersten Bundesliga zu belassen und zog sich 1994 zurück. Von den Trainern Markus Jähne und Detlef Quick wurde Ende der neunziger Jahre ein neues, sehr junges Team, mit 17 Judoka und einem Durchschnittsalter von 18 Jahren aufgebaut. Die Frauenmannschaft ist erst 1999 in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Nach nur einem Jahr schaffte die Mannschaft bereits den Aufstieg in die erste Bundesliga – im Jahr 2000. Von 2001 bis 2016 kämpfte die Mannschaft konstant in der ersten Bundesliga. 2017  traf der Vorstand des Judoclubs Leipzig die Entscheidung, die Frauenmannschaft aus dem Geschehen des Liga-Oberhauses zurückzuziehen. Der JCL wurde seinen Ansprüchen bezüglich des Einsetzens von Kämpferinnen aus dem eigenen Verein nicht mehr gerecht.

 Im Club300 hat jeder die Möglichkeit den Verein und die Mannschaft bei dieser Arbeit zu unterstützen.

2017

In dieser Saison wagt der Judoclub Leipzig e.V. einen Neustart der Powerfrauen in der Landesliga. Im Anschluss an das Saisonende 2016 traf der Vorstand des Judoclubs Leipzig die Entscheidung, die Frauenmannschaft aus dem Geschehen des Liga-Oberhauses zurückzuziehen. Begründet wurde dies vor allem mit der Mannschaftsentwicklung. Der JCL wurde seinen Ansprüchen bezüglich des Einsetzens von Kämpferinnen aus dem eigenen Verein nicht mehr gerecht. In diesem Jahr trat daraufhin eine völlig neugebildete Mannschaft an den Start, welche überwiegend Sportlerinnen des Judoclubs Leipzig enthielt und von einigen Kämpferinnen aus der Region ergänzt wurde. Das Konzept ging auf. Trotz des niedrigen Altersdurchschnittes von gerade einmal 18,3 Jahren konnten sich die JCL Powerfrauen 2.0 gegen ältere und erfahrenere Mannschaften durchsetzen. Der Verbandsligasieg war ein verdienter Lohn für das junge Team, welches die Teamleitung und Organisatoren rund um die Mannschaft mit einer gewaltigen Portion Teamgeist nachhaltig beeindruckte.
Der Erfolg des Teams wurde jedoch getrübt. Das Recht des Verbandsligasiegers, an einer Aufstiegsrunde in die zweite Bundesliga teilzunehmen, wurde durch die Übernahme der Wettkampfordnung der Männer-Bundesliga verhindert. Zudem argumentierte der DJB, dass die Teilnahme an einer Aufstiegsrunde nach einem freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga aufgrund der Satzung nicht erlaubt sei. Es tritt also eine dreijährige Aufstiegssperre ein. Trotz vieler Bemühungen seitens des Vereins konnten die unglücklichen Umstände nicht gemildert werden. Sollte der Deutsche Judo Bund jedoch sein Reglement zugunsten der Verbandsliga ändern, werden die daraus entstehenden Möglichkeiten für das Team natürlich in Anspruch genommen. Bis dahin wollen die Powerfrauen 2.0, unter der Teamleitung von Alexander Stein, ihre Vormachtstellung in der sächsischen Liga weiterhin aufrecht halten und ausbauen.

2016

Für die kommende Saison haben die Powerfrauen sich wie geplant in den unteren und oberen Gewichtsklassen durch Sportlerinnen, wie zB. Mara Tabea Kraft in der bis 48 und mit Kristin Büssow über 78kg, verstärken können. Nun peilen die Powerfrauen mit ihrer neuen Teamchefin Kerstin Thiele wieder eine Teilnahme an der Finalrunde an und erhoffen sich natürlich einen Podestplatz. Kerstin, der wir an dieser Stelle noch einmal alles Gute zur bevorstehenden Geburt ihres Kindes wünschen, wird das Team vom Mattenrand so oft es ihr möglich sein wird unterstützen.

Die Saison verlief leider nicht so wie wir es geplant hatten und wir verpassten den Einzug in die Finalrunde deutlich. Schon der Auftaktkampf gegen Wiesbaden verloren wir deutlich mit 3:7. Danach war es nahezu unmöglich die Endrunde zu erreichen, da wir noch die Mannschaften aus Backnang, Speyer und Großhadern auf dem Zettel hatten. Am Ende der Saison erreichten wir nur den 5. Platz mit 2 Punkten auf dem Konto. Danach galt es eine Entscheidung zu treffen, wie weiter mit der Mannschaft. Für die neue Saison standen nur noch 3 Kämpferinen aus dem Verein auf unserer Liste. Ein Trend, der sich in den letzten Jahren schon abgezeichnet hat. Der Verein hat dann beschlossen die Mannschaft aus der 1. Bundesliga zurück zuziehen und mit einem jungen Team in der Landeliga wieder neu zu beginnen.    

2015

In diesem Jahr wurde der Umbau der Mannschaft fortgesetzt und die Powerfrauen steigerten sich mit der jungen Mannschaft gegenüber dem Vorjahr. Nur mit drei fehlenden Unterpunkten verpasste man mehr als knapp die Endrundenteilnahme. Dieses Ergebnis machte jedoch deutlich, dass die Weiterentwicklung der Mannschaft, gerade in den unteren und oberen Gewichtsklassen für die kommende Saison Ziel sein muss. In diesen Gewichtsklassen fehlten Kämpferinnen, so dass wir bedingt auch durch Verletzungen zweimal eine Gewichtsklasse nicht besetzen konnten und diese Punkte kampflos abgeben mussten. Insbesondere der seit 2014 geltende neue Kampfmodus mit Hin- und Rückkampf am gleichen Tag, mit wechselnder Besetzung in 2 Gewichtsklassen, zeigte hier die Unterbesetzung der Powerfrauen in diesem Bereich. Besonders schmerzlich war der berufsbedingte Weggang von Teamchefin Melle Gerber mitten in der Saison. Ihr sei hiermit noch einmal herzlichen Dank, für ihre jahrelange aufopferungsvolle Tätigkeit für die Mannschaft, gesagt.

2014

Durch einen Generationenwechsel und der damit verbundenen Verjüngung in fast allen Gewichtsklassen und leider auch durch viele Verletzungen, konnte die Mannschaft um Teamchefin Melle Gerber und Trainerin Kerstin Thiele erwartungsgemäß nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Zwar konnte die Klasse gehalten werden, aber für eine Teilnahme an der Finalrunde hat es nicht gereicht.

2013

Trotz nur einer Heimniederlage in dieser bisherigen Saison – gegen die Mädels vom TSV Abensberg – konnten die Powerfrauen lediglich als Staffelzweiter zur Finalrundenreise nach Mönchengladbach aufbrechen. Dort wiederholten die Mädels ihren Vorjahreserfolg und sicherten sich gegen Brandenburg den vierten Meistertitel. In den Reihen der Powerfrauen standen in diesem Jahr auch Franziska Konitz, Kerstin Thiele, Heide Wollert und Romy Tarangul, um nur einige aus Team zu erwähnen.

2012

Der Mannschaftsleiter des Teams, Matthias Stein betitelte das Jahr mit fantastisch, sensationell und unglaublich, erst im letzten Moment qualifizierte sich das Team vor heimischer Kulisse für die Finalrunde. Die Olympiazweite von London – Kerstin Thiele und Claudia Malzahn nahmen sich nach den Olympischen Spielen eine Auszeit. Die Teamleitung übernahm Melanie Gerber. Der Austragungsort der Finalrunde war der in München ansässige Verein TSV Großhadern. Die Powerfrauen aus Leipzig bestritten die erste Begegnung des Tages gegen den 1. JC Mönchengladbach und sicherten sich das Weiterkommen mit einem 5:2 Sieg. Die zweite Begegnung gegen Kim Chi Wiesbaden endete mit 5:2. Das Finale gegen den TSV Großhadern war erreicht. In einer dramatischen und bis zum vorletzten Kampf offenen Begegnung konnten sich die Powerfrauen am Ende durchsetzen und wurden zum dritten Mal Deutscher Mannschaftsmeister. Sabine Goller war die Gewinnerin des Abends und wurde dementsprechend gefeiert

2011

Finalrunde in Brandenburg. Die Mannschaft des JCL hatte schon im Pool mit Brandenburg einen sehr schweren Gegner. Brandenburg gewann gegen Leipzig knapp mit 4:3. Im Kampf um Platz 3 konnte sich die Mannschaft gegen die Mannschaft aus Backnang durchsetzen und belegte am Ende den 3. Platz.

2010

Zum zweiten Mal Deutscher Mannschaftsmeister! In Speyer konnte die Mannschaft überraschend den Titel gewinnen. Nach einer mehr als unglücklichen Saison und mit Schützenhilfe der anderen Vereine in der Südstaffel konnte die JCL Frauenmannschaft erst am 4. Kampftag in der Vorrunde die Teilnahme an der Finalrunde fest machen. In der Poolrunde standen mit Brandenburg und Speyer, die auch noch das Heimrecht und 700 Fans im Rücken hatten zwei ganz schwere Gegner auf der Matte. Allerdings war diesmal Brandenburg ersatzgeschwächt und die JCL Frauen fegte die Mannschaft mit 7:0 von der Matte. Die mit vielen Top Kämpferinnen angetretene Mannschaft auf Speyer, besiegte der JCL am Ende knapp mit 4:3.

2009

Mit der neuen Trainerin Gabi Hofmann kämpfte sich die Mannschaft wieder bis in die Finalrunde. Die Mannschaft war zur Finalrunde sehr ersatzgeschwächt. Viele Spitzenathletinnen waren verletzt oder krank. So zum Beispiel Kerstin Thiele, Claudia Malzahn und Annett Böhm. Drei Gewichtsklassen waren in der Finalrunde nicht in Topbesetzung! Trotzdem gelang es der Mannschaft den 3. Platz zu erkämpfen.

2008

Die Mannschaft belegte Platz 1 in der Südstaffel und gelangte wieder in die Finalrunde. Es reicht am Ende wieder nur für Platz 2!

2007

Die Mannschaft verlor das Halbfinale und wurde am Ende, wie schon im Jahr davor, Bronzemedaillengewinner. Auf Leipziger Seite kämpften dabei Sabine Goller, Lisa Hartmann, Susi Zimmermann, Heike Pink, Maria Schneehardt, Anja Wagner, Melanie Gerber, Peggy Hartmann, Annett Böhm, Kerstin Thiele, Teresa Holonics, Gabi Teichmann, Sissy Spindler, Katrin Dittrich und Simone Daher.

2006

Die Finalrunde fand wieder in Leipzig statt und die Mannschaft belegte den Platz 3. Leipzig konnte im Pool gegen Neumünster gewinnen und verlor gegen UJKC Potsdam. Bei diesem Kampf trafen Annett Böhm und Heide Wollert aufeinander, die sich einen tollen Kampf lieferten, der am Ende unentschieden ausging. Am Ende wurde Potsdam Deutscher Meister.

2005

Die Mannschaft schaffte es bis in die Finalrunde, konnte jedoch keine Medaille erkämpfen belegten den 5. Platz. In diesem Jahr nahm die Mannschaft an dem Europapokal teil, weil sie sich im Vorjahr mit dem Meistertitel dafür qualifizierten. Der Europapokal fand in Orleons in Frankreich statt. Dort konnte die Mannschaft einen ausgezeichneten 3. Platz erkämpfen. Dies war der bislang größte Erfolg der Frauenmannschaft des JCL.

2004

Zum ersten Mal Deutscher Mannschaftsmeister im Haus Auensee in Leipzig.

2003

Endlich den ersehnten Podestplatz im Jahr 2003 belegen die Frauen den 3. Platz. Neu in diesem Jahr kamen u .a. Sportlerinnen wie Mareen Kräh, Sandra Schwalbe, Maria Schneehardt und Kerstin Thiele ins Team.

2002

Für einen Podestplatz hat es auch in diesem Jahr noch nicht gereicht. Es stehen aber schon Namen auf der Liste die in den nächsten Jahren die Judolandschaft in Leipzig prägen werden, wie Sabine Goller, die heute noch aktiv ist, die Olympiadritte von Athen – Annett Böhm und die vierfache Europameisterin Katja Gerber. Aber auch Gabi Teichmann, Jacqueline Schrank und Stefanie Scheffler gehörten mit zur Mannschaft.

2001

Im ersten Jahr nach ihrem Aufstieg in die erste Bundesliga erreichten die Frauen den Rang 4 der Südstaffel. Ziel war eine gefestigte Mittelplatzierung zu erreichen.